Online-Kurse

Gemeinsam Üben – Online Kum Nye Sessions

immer sonntags

Auch wenn wir uns nicht live treffen – gemeinsam zu praktizieren kann uns ein Gefühl der Verbundenheit vermitteln und wir tun uns alle leichter damit, eine regelmäßige Praxis zu entwickeln. Dann kann Kum Nye tiefe Entspannung bewirken und unsere innere Erfahrung bereichern.

Du bekommst zu Beginn im Chat die Nummern der Übungen angezeigt und kannst sie in den Kum Nye Büchern von Tarthang Tulku später nachlesen und weiter praktizieren.

Uhrzeit:
von 20.30 bis 21.30 Uhr, Sonntag

Veranstaltungsort:
Onlinekurs

Kursgebühr:
€ 5 / Termin, Anmeldung beim ersten Mal erforderlich, Teilnahme über Link

Anmeldung:
per E-mail: info@freiburg-kumnye.de


Kum Nye Online Kurse 2022

Diese zwölf Kurse finden jeweils am ersten Freitag eines Monats, von 17 bis 20.30 Uhr statt. Sie beinhalten jeweils drei einstündige Sessions.

Jeder Kurs vermittelt verschiedene Übungen und praktische Anregungen, um für sich zu Hause weiter zu praktizieren. Dazu gehört Theorie als eine Voraussetzung, um unsere Praxis auch aus geistig-seelischer Perspektive sinnvoll zu gestalten und über einen Kompass auf unserem inneren Weg zu verfügen. Es ist möglich, alle Kurse einzeln zu buchen. Voraussetzung für die Kurse 6 – 12 ist jedoch entweder die regelmäßige Teilnahme an den Online-Stunden am Sonntagabend von 20.30 bis 21.30 Uhr (mindestens 10 Stunden), oder die Teilnahme an den Kursen 1 und 2, oder die Teilnahme an zweien der Kurse 1 bis 5. Alternativ ist außerdem die Teilnahme an einem Live-Wochenendseminar möglich. Wer sich entschließt, an allen Kursen teilzunehmen, gewinnt dadurch einen tiefen Einblick in Kum Nye und erwirbt eine stabile Grundlage für eine ganzheitliche, Körper und Geist integrierende, meditative Praxis.

Die Literaturangaben sind Empfehlungen. Autor sämtlicher Bücher ist Tarthang Tulku Rinpoche, ein tibetischer Meister, der seit den Sechziger-Jahren in Kalifornien lebt und seine Ausbildung als einer der wenigen noch lebenden Meister in Tibet erhielt. Für die, die des Englischen mächtig sind, empfiehlt sich die Lektüre der englischen Version.

Teilnahmegebühr:
€ 25 pro Kurs
€ 240 für alle zwölf Kurse

Kurs 1: Freitag, 7. Januar

Kum Nye Grundlagen: Fühlen

In Kum Nye wollen wir zunächst vor allem unsere Bereitschaft und Fähigkeit zu fühlen entwickeln. Fühlen ist eine Manifestation unserer Lebensenergie und ein stilles Erleben im Körper. Zugleich ist es die Sprache des Körpers. Ihr zuhören und sie verstehen zu lernen, weckt unsere Fähigkeit zu genießen, öffnet die Tore zu unserer Innenwelt und hilft uns, unser Leben zu meistern. Fühlen versorgt uns mit der Nahrung, durch die Herzöffnung möglich wird und steht im Zentrum der Aktivität, die Achtsamkeit genannt wird. Zur Praxis gehören Bewegungsübungen, Atemübungen und stilles Sitzen mit angeleiteter Meditation.
Literatur: „Selbstheilung durch Entspannung“ (engl. „Kum Nye Relaxation“)

Kurs 2: Freitag, 4. Februar

Kum Nye Grundlagen: Sehen

Sehen in innerer Stille ermöglicht uns, ein Leben ohne Projektionen zu entdecken. Durch seine Affinität zu Licht ist Sehen eine wichtige Quelle für Energie, tiefe Wertschätzung und ekstatische Freude. Sehen kann in sich selbst ein Weg der Befreiung sein. Die Praxis fokussiert auf die Integration von Fühlen, Sehen und Bewusstheit. Die Übungen entstammen vor allem dem Buch „Freude des Seins“.

Literatur: „Die Freude Seins“ (engl. „Joy of Being“).

Kurs 3: Freitag, 4. März

Energie im Unterkörper

Selbstbekräftigung hat nichts mit Selbstbehauptung, dem Wunsch recht zu haben, oder sich durchzusetzen zu tun. Es ist eine stille Rückmeldung, die wir im Inneren erfahren können, die uns ermöglicht, uns selbst auch in fordernden Situationen nicht zu verlassen. Selbstbekräftigung basiert auf dem freien Fluss unserer Lebensenergie, insbesondere in den unteren Energiezentren, der uns die Gewissheit kommuniziert, dass wir das Recht und die Fähigkeit haben, hier zu sein, zu fühlen und uns zu manifestieren. Die physische Praxis in diesem Kontext ist sehr vitalisierend, aber auch fordernd.

Literatur: „Selbstheilung durch Entspannung“.

Kurs 4: Freitag, 1. April

Emotionalität beseitigen

Ein anderes Wort für Emotionalität ist Reaktivität. Irgendetwas widerfährt uns und wir finden keinen Weg, uns unserem Fühlen ganz auszusetzen. Stattdessen werden unsere Gedanken angekurbelt und wir reagieren mit Verhaltensmustern, die wir in der Regel in unseren formativen Jahren entwickelt und später elaboriert haben. Allerhand Spannungen und Probleme gesundheitlicher Art sind die Folge, aber auch seelische Konflikte und solche mit unseren Mitmenschen. Emotionalität hat einen namhaften energetischen Aspekt und wurzelt tief in der Verkörperung, die wir unter dem Einfluss unterschiedlicher Formen von Konditionierung erworben haben. Daher ist die physische Praxis in diesem Kurs kraftvoll, um anhaltende Spannungen und Blockaden aufzulockern und natürliche Pulsation zu restaurieren. Darüber hinaus werden Wege aufgezeigt, die vitale Energie unserer Emotionen zu benutzen, um Heilung und Integration zu finden.
Literatur: „Selbstheilung durch Entspannung“ und „Freude des Seins“

Kurs 5: Freitag, 6. Mai

Herzöffnung

Herzöffnung gedeiht auf der Basis von Gefühlen. Starke Gefühle entstehen meist im Bauch. Wenn wir nicht in Emotionalität abgleiten, können wir sie durch unser Herz leiten, „wo sie sich zu einer kräftigenden Freude und dem Gefühl der Zufriedenheit verdichten und vertiefen können“ (Tarthang Tulku Rinpoche). Neben physischer Praxis, um die Energie im Organismus anzuregen und das Herz zu nähren, arbeiten wir in diesem Kurs auch mit Imagination, Kontemplation und geleiteter Meditation.
Es empfiehlt sich, diesen Kurs mit einem der Kurse 1, 3 oder 4 zu kombinieren.
Literatur: „Selbstheilung durch Entspannung“ und „Freude des Seins“

Fortgeschrittene Praxis

Kurs 6: Freitag, 3. Juni

Stille: Das Leben in uns hören

Innere Stille ist eine Voraussetzung dafür, dass sich das Leben in uns mitteilen kann. Wenn wir uns an diesen Strom des Wissens in unserem Inneren anzuschließen vermögen, wird ein Leben ohne innere Konflikte erkennbar. Stille öffnet das Tor zu tieferen Schichten der Meditation und lässt Gewahrsein aufleuchten. Wir werden empfänglich für Segen.
Für diesen Kurs ist Vorerfahrung in Meditation erforderlich.

Literatur: „Selbstheilung durch Entspannung“, „Freude des Seins“, „Kum Nye Dancing“

Kurs 7: Freitag, 1. Juli

„Ask Mind“

Jenseits des konditionierten Geistes gibt es eine Sphäre, in der uns Wissen zugänglich ist, das seinem Wesen nach durch und durch positiv ist. Dieser durch Raum und Zeit hindurch offene „Geistesraum“ „sendet“ eigentlich unablässig. Dass wir die Botschaften nicht hören, hat damit zu tun, dass wir nicht aufhören können, in unseren Gedanken zu sein. „Ask Mind“ ist eine spirituelle Praxis, die uns ein wahrhaft persönliches Leben ermöglicht, in dem wir uns mit der Dynamik von Zeit und Raum verbinden.

Für diesen Kurs ist Vorerfahrung in Meditation erforderlich.

Literatur: „Freude des Seins“

Kurs 8: Freitag, 5. August

Schönheit

Meditative Zustände machen uns empfänglich für das Erleben von Schönheit, auch die, die unserem eigenen Inneren entspringt. Die tiefe Wertschätzung und Achtung des Lebens, die daraus resultieren, befähigen uns, unser Leben voll und ganz zu leben und unsere Zeit auf befriedigende, sinnstiftende Weise zu nutzen. In diesem Kurs arbeiten wir mit Facetten von Schönheit, die uns auf unterschiedlichen Ebenen zugänglich sind.

Für diesen Kurs ist Vorerfahrung in Meditation erforderlich.

Literatur: „Freude des Seins“, „Kum Nye Dancing“

Kurse 9 bis 12: Die vier Unermesslichen: Liebe, Freude, Mitgefühl und Gleichmut

Die vier unermesslichen Qualitäten besitzen ein transformatives Potential, dem wir uns über ihren Gefühlskörper annähern können. Da sie unermesslich sind, münden sie alle ineinander. Es ist weniger eine Frage der Moral als der inneren Absicht. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, wir sind immer mit einer Absicht unterwegs auf unserer Reise durchs Leben. Ein spirituelles Leben beginnt vielleicht dort, wo wir diese Absicht nicht mehr dem Zufall überlassen und uns nicht mehr durch beliebige äußere Einflüsse steuern lassen. Indem wir unsere tiefsten menschlichen Werte erforschen, können wir beginnen, im Leben zu wirken, statt ständig zu reagieren.

Kurs 9: Freitag, 2. September

Freude

Im Zustand der Freude fließt unsere Energie auf gesunde Art und Weise. Kum Nye beschreibt Seins-Zustände, in denen Freude und Glück nicht in Abhängigkeit zu äußeren Bedingungen, sondern aus dem Inneren auftauchen. Diese Erfahrungen stehen in Beziehung zur Entspannung und Öffnung der Energiezentren. Wir arbeiten mit Übungen, die unsere Bewusstheit für die Energiezentren erhöhen und den freien Fluss der Energie befördern und zwischen den Zentren ausgleichen. Wir berühren Freude, die wir erlebt haben und benutzen die darin immer noch verfügbare Energie als Heiler.

Für diesen Kurs ist eine solide Vorerfahrung in Meditation erforderlich.

Literatur: „Freude des Seins“, „Kum Nye Dancing

Kurs 10: Freitag, 7. Oktober

Gleichmut

Unbeständigkeit ist ein zentrales Merkmal allen Seins. Wenn wir unser Leben auf der äußeren, materiellen Welt aufbauen, wird Unsicherheit ein ständiger Begleiter bleiben. Gelassenheit und Vertrauen sind Qualitäten im inneren Erleben, die zu blühen beginnen, wenn sich unsere wachsende Entspannung in Hingabe verwandelt.

Für diesen Kurs ist eine stabile Meditationspraxis erforderlich.

Kurs 11: Freitag, 4. November

Mitgefühl

Leben ist Prozess, ein ständiges Werden. Auf allen Ebenen, der physischen, der seelischen und der geistigen, ist unser persönliches Leben eine (trans)formative Reise. Ein unvermeidlicher Aspekt dieser Reise ist Leiden. Fritz Perls, einer der Begründer der Gestalttherapie, formulierte, dass viele unserer Probleme daher rühren, dass wir dem Leiden gegenüber phobisch sind. Mitgefühl (in der christlichen Tradition Barmherzigkeit), mit und beginnend bei uns selbst ist der Schlüssel für die Transformation unseres persönlichen wie auch des kollektiven Leidens.

Für diesen Kurs ist eine stabile Meditationspraxis erforderlich.

Kurs 12: Freitag, 2. Dezember

Liebe

Wir kennen Liebe in vielgestaltiger Form. Was meistens übersehen wird, ist, dass Liebe die Abwesenheit des „Ich“ im Zentrum der Erfahrung bedeutet. Der persische Sufi Hafiz schrieb: „Liebe ist vernichtend“. Die tiefste Form der Entspannung in Kum Nye geschieht durch das Ablassen von „Ich“, „Mein“ und „Mir“ als auch von „Geist“. Dualität, die Trennung zwischen Innen und Außen, Ich und Du – alles verschwindet. In diesem Kurs erforschen wir Selbstbilder und unsere spezifischen Formen der Anhaftung an ihnen.

Für diesen Kurs ist eine stabile Meditationspraxis erforderlich.